atelierhaus-recklinghausen | Gerhard Reinert & Kasia Sander – ping pong (4) –
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Gerhard Reinert & Kasia Sander – ping pong (4) –

Gerhard Reinert & Kasia Sander – ping pong (4) –

Das von Kasia Sander für den Fries der Lohnhalle König Ludwig erstellte Bild (30 x 30 cm), ein auf einen Holzrahmen aufgezogenes Auqarell, ungewöhnlich für die sonstige Arbeitsweise Kasia Sanders, dient als Ausgangspunkt für die Inszenierung Gerhard Reinets im Turmzimmers des Atelierhauses.

Nach der Auflösung des Frieses in der Lohnhalle König-Ludwig im Jahr 2008 nicht abgeholt, vergessen und liegen gelassen bis zum Tod der Künstlerin kam das Bild schließlich mit einigen anderen Werken im Atelierhaus an (vielleicht, weil das Atelierhaus als Nachfolgeinstitution der Lohnhalle empfunden wurde).

Gerhard Reinert hat in Korrespondenz zum Bild von Kasia Sander, welches für ihn die Anmutung pflanzlicher Felder annimmt und bezüglich der formalen Gestaltung eine gewisse geistige Verwandtschaft zu Bildern von Paul Klee aufweist, eine Wand-, Boden-, Rauminstallation geschaffen.

Technik im ping pong-Projetk: Wand-Raum-Zeichnungen. Farbstift auf Rauhfaser, Bilderdrahmen, Ölkreide hinter Glas, Dispersionsfarbe.

Winter 2014 bis Herbst 2015

Die Farb- und Ölkreidezeichnungen nehmen die grünen, nuancierten Farbfelder
auf, separieren und vergrößern sie. Der Fußboden des Raumes sowie die Übergangsbereiche von Boden zu Wand bilden die „Brücke“ zum Bild, indem sie nicht nur eine räumliche Verbindung schaffen, sondern mittels der weißen Dispersions-, Wandfarbfarbe ein alles verbindendes Hintergrundelement zum Vordergrund machen. Der freie „Austausch“ von Zeichnungen auf der Wand, im Bild, auf dem Bildträger, hinter Glas, auf dem Fußboden und auf den Bogenfenstern läßt den Raum „durchlässig“ erscheinen, da die einzelnen
Ebenen changieren. Die Fenster des Raumes wurden jahreszeitliche
abhängig ebenfalls mit Ölkreiden bemalt. Im Winter waren durch die Fenster
lediglich die kahlen Äste der großen Lindenbäume zu sehen. Das nahende
Frühjahr deutete sich mit einigen schematisierten Konturen und spärlichen grünen
Spitzen an. Im Sommer verdichtete sich die Bemalung hin zu vielfältigen Grüntönen, abgelöst von gelb-braunen Farben im Herbst.