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Henriettenglück

Der Kunstpreis des Atelierhaus Recklinghausen e.V.
Förderpreis Henriettenglück

Anlässlich der Eröffnungsausstellung des Atelierhauses Recklinghausen in der ehemaligen Königschule im Stadtteil König Ludwig wurde im Jahr 2014 der Kunstpreis ‚Henriettenglück’ ins Leben gerufen, der sich der Geschichte des Ruhrgebietes verpflichtet sieht.

Die Betitelung des Kunstpreises bezieht sich auf den ursprünglichen Namen der örtlichen Zeche. Sie hieß zunächst Henriettenglück, in Bezug auf  die Prinzessin Luise Henriette von Oranien, die später Gattin des Großen Kurfürsten von Brandenburg. Aus Dankbarkeit zum Bayernkönig, der bei der Deutschen Reichsgründung dem Preußenkaiser Wilhelm seine Zustimmung erteilte, wurde die Zeche nachträglich in „König Ludwig“ umbenannt.

Das Wort „Glück“ im Zusammenhang mit einer Zeche assoziierte vermutlich auch das „Glück Auf“ der Bergleute.

Der Kunstpreis “Henriettenglück” 2018

Der Atelierhaus-Verein schreibt  zum dritten Mal den alle zwei Jahre zu vergebenden Kunstpreis ‚Henriettenglück‘ aus. Für den Preis können sich Bildende Künstler aus dem gesamten Ruhrgebiet bewerben.

Das Thema des diesjährigen Kunstpreises heißt ‚Frieden’ und ist aus geschichtlicher Sicht hochaktuell. 1618 brach der 30jährige Krieg aus, der 1648 mit dem Westfälischen Frieden endete. 1918 war das Ende des Ersten Weltkrieges.

Was bedeutet ‚Frieden‘ oder ‚Nicht-Frieden‘ heute? Den Blick auf den heutigen Stand der Dinge zu richten und im Genre des zeitgenössichen Stilllebens umzusetzen, ist die Aufgabenstellung des Wettbewerbs um den Kunstpreis Henriettenglück.

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Ausschreibung
Preisträger 2016: Clara Thorbecke

Clara Thorbecke erhielt den Förderpreis “Henriettenglück” für ihren Beitrag zur Ausstellung “Künstlerbücher”.

Die Preisträgerin trat ihr Arbeitsstipendium im März 2016 an. Unter dem Titel “neunzehnmalfünfundzwanzig” arbeitete sie einen Monat lang im Atelierhaus Recklinghausen an kleinformatigen Malereien und lud in der letzten Woche auch ihren Atelierkollegen Han Shen hinzu. Entstanden ist eine Ausstellung mit Malereien und Druckgrafiken.

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Preisträger 2014: Helmut Heinze

Der Kunstpreis Henriettenglück wurde 2014 erstmals dem Künstler Helmut Heinze zuerkannt.

Seine Arbeit waren „Schleifpapierzeichnungen“, abgerieben von den Wänden des unrenovierten Atelierhauses, als Spuren der Geschichte, die der Künstler auf ein neues Material übertrug, welches üblicherweise zur Beseitigung und nicht zur Konservierung von Materialien dient.

Die Geschichte des Atelierhauses in eine neue künstlerische Form zu bringen, damit erfüllte Helmut Heinze in gelungener Weise die Kriterien des Kunstpreises „Henriettenglück“, weil er die vorhandenen historische Substanz (Wand des Hauses) und ein haptisch interessantes Trägermaterial, das Sandpapier, zu einer selbstverständlichen Einheit verschmelzen ließ.

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